Der Verein

Miphgasch heißt Begegnung auf Hebräisch – und darum geht es uns: Begegnungen und Kennenlernen, Verständigung und Respekt in unserer vielfältigen Gesellschaft zu fördern.

Der Verein „Miphgasch/Begegnung – Verein zur Förderung interkultureller und internationaler Begegnungen zwischen jungen Menschen und Familien e.V.“, wie wir mit vollem Namen heißen, wurde 1995 in Berlin-Friedrichshain gegründet. Fünf Jahre nach friedlicher Revolution und Wiedervereinigung wollten sich die MitstreiterInnen der Initiative kritisch mit Themen wie dem Holocaust, Antisemitismus und Rassismus beschäftigen, die in der DDR-Geschichtsschreibung kaum Platz gehabt hatten. Sie wollten damit vor allem den rechten und rassistischen Kräften etwas entgegensetzen, die sich in den 1990er Jahren in Ostberlin etablieren konnten, wie nicht zuletzt der Mord an Silvio Meyer durch Neonazis im November 1992 im U-Bahnhof Samariterstraße, nur 500 Meter vom Büro des Vereins entfernt, zeigte.

Bildung und Begegnung – das sind die Mittel der Wahl, mit denen Miphgasch für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft eintritt. Seit Gründung des Vereins haben wir zahlreiche Projekte, internationale Begegnungen, Zeitzeug_innengespräche, öffentliche Veranstaltungen und Workshops erfolgreich durchgeführt. Unsere Ziele und pädagogischen Grundsätze sind immer noch die gleichen, aber zugleich haben wir neue Themenfelder und Zielgruppen für unsere Arbeit gewonnen und entwickeln unsere Konzepte beständig weiter. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Themen Rassismus und Antisemitismus im Kontext der Migrationsgesellschaft, die Beziehungen zwischen Judentum, Christentum und Islam, Nationalsozialismus, Antisemitismus und Holocaust sowie die Erforschung der Lokalgeschichte zu diesen Themen.

Wir wollen mit unserer Arbeit einen Beitrag zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diskriminierung und Verfolgung leisten. Aktuellen Erscheinungsformen von rassistischer und antisemitischer Diskriminierung treten wir entgegen. Durch unsere Arbeit motivieren wir besonders junge Menschen, dies ebenfalls als selbstverständlich in ihren Alltag zu integrieren.

 

Satzung Miphgasch