In Schubladen kommen bei mir nur Socken!

Grenzgänger_innen der Geschichte

Identität ist für Menschen jeden Alters ein wichtiges Thema. Häufig werden vor allem das Herkunftsland (z. B. der Eltern), Sprache und Religion damit verbunden. Für viele Menschen ist es eher ungewohnt, Identität als etwas zu begreifen, das sich aus unzähligen Quellen speist, sich ständig verändert und nicht angeboren oder statisch ist. So ist ein Mensch beispielsweise eben nicht nur deutscher oder türkischer Herkunft, sondern auch Frau, Berlinerin, Muslimin, Musikliebhaberin und vieles mehr.

Ziel der Projekttagereihe ist es, die Teilnehmer_innen zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema Identität anzuregen und anhand von ausgewählten Biografien auf die mit dem Themenfeld einhergehende Vielfalt aufmerksam zu machen. In dem Seminar erschließen sich die Jugendlichen diese Vielfalt u. a. durch einen Blick in die Geschichte. Sie lernen Protagonist_innen der letzten 150 Jahre kennen, die Grenzgänger_innen waren, u.a. einen jüdischen Filmstar, eine schwarze Sportlerin und einen Parteivorsitzenden mit muslimischem Familienhintergrund. Im Zentrum der gemeinsamen Auseinandersetzung steht also vor allem die Annäherung an meist wenig thematisierte Aspekte. Dabei wird auch immer wieder Bezug zu den eigenen Biographien und Grenzgängererfahrungen der Jugendlichen genommen.