„Shlomo – ein Junge überlebt den Holocaust“

Arbeit mit dem Zeitzeugenbericht von Shlomo Wolkowicz

Shlomo Wolkowicz, geboren am 1. Januar 1924, überlebte den Zweiten Weltkrieg im ostpolnischen Galizien. Im Juni 1941 wurde er in Zloczów Zeuge einer Massenerschießung, verübt von Mitgliedern der Waffen-SS, die er nur wie durch ein Wunder überlebte. Nach einer Haft, aus der er sich selbst befreien konnte, erlebte er als Zwangsarbeiter das Ende der deutschen Besatzung in seiner Heimatstadt Jagielnica. Nach dem Krieg wanderte Shlomo Wolkowicz nach Israel aus und sagte mehrfach als Zeuge gegen mutmaßliche Kriegsverbrecher in Deutschland aus.

Im Mittelpunkt der Projekttage steht die Beschäftigung mit dem Zeitzeugenbericht von Shlomo Wolkowicz, anhand dessen auch gesamthistorisch bedeutsame Aspekte behandelt werden, so zum Beispiel die Beteiligung der Wehrmacht, Waffen-SS und ukrainischer Kollaborateure an der Vernichtung der osteuropäischen Juden und Jüdinnen. Außerdem werden grundsätzliche ethische Fragen wie Verrat und Rache diskutiert sowie quellen- und medienspezifische Gesichtspunkte thematisiert.

Basis der Projekttage ist die Videoaufzeichnung eines Interviews mit Schlomo Wolkowicz, das durch einen einführenden Trickfilm, kurze Erklärungstexte und Bilder ergänzt wird.